Sicherheitsrichtlinien für den Kilimandscharo

Die Besteigung des Kilimandscharo ist nicht gefährlich, wenn du gut vorbereitet bist!

Jedes Jahr werden etwa 1.000 Menschen vom Berg evakuiert. Die Hauptursache ist die Höhenkrankheit. Jeder, der den Kilimandscharo besteigt, sollte sich über die Symptome im Klaren sein und die Auswirkungen nicht unterschätzen. Offizielle Statistiken zeigen, dass fast 50% aller Bergsteiger den Gipfel des Kilimandscharo nicht erreichen. Tanzania Horizon Safaris hat klare Sicherheitsrichtlinien, um alle Risiken für deine Gesundheit zu minimieren.

Bitte sieh dir unsere Sicherheitsvorkehrungen unten an.

Tansania Horizons Sicherheitsvorkehrungen:

  • Durch den Umgang mit über 1.000 Kunden pro Jahr sind unsere Guides sehr erfahren in der Prävention, Erkennung und Behandlung der akuten Bergkrankheit (AMS)
  • Es gibt ein etabliertes Protokoll für den Umgang mit Notfällen in den Bergen, einschließlich Rettung und Evakuierung
  • Unsere Guides sind zertifizierte Wilderness First Responder (WFR)
  • Gesundheitschecks werden zweimal täglich durchgeführt, um Puls, Temperatur, Blutdruck und Sauerstoffsättigung zu messen
  • Ein Erste-Hilfe-Kasten wird auf allen Touren mitgeführt
  • Wir bieten Kilimanjaro Search and Rescue (SAR) Hubschrauber-Evakuierung für verletzte oder kranke Bergsteiger an +++BITTE BEACHTEN: SAR IST AKTUELL NICHT BETRIEBLICH+++

Akute Höhenkrankheit (AMS)

Der prozentuale Anteil von Sauerstoff in der Atmosphäre beträgt auf Meereshöhe etwa 21 %. Mit zunehmender Höhe bleibt der Prozentsatz gleich, aber die Anzahl der Sauerstoffmoleküle pro Atemzug verringert sich. Auf 3.600 m gibt es etwa 40 % weniger Sauerstoffmoleküle pro Atemzug, so dass sich der Körper darauf einstellen muss, weniger Sauerstoff zu haben. Die Höhenkrankheit, auch als AMS bekannt, wird dadurch verursacht, dass sich der Körper nicht schnell genug an den reduzierten Sauerstoffgehalt in größeren Höhen anpassen kann. Die Höhenkrankheit kann bei manchen Menschen schon in 2.500 m Höhe auftreten, aber ernsthafte Symptome treten normalerweise erst ab 4.500 m auf.

Richtlinien zur Akklimatisierung

  • Akklimatisiere dich vor deiner Reise, indem du, wenn möglich, in großer Höhe wanderst.
  • Pole, Pole! Dies ist Swahili und bedeutet: Mach langsam! Unsere Guides werden dich daran erinnern, während des Aufstiegs langsam zu gehen, da die Akklimatisierung in der Höhe Zeit braucht.
  • Atme langsam und bewusst tief ein.
  • Steig hoch, schlaf niedrig. Steige tagsüber auf eine größere Höhe und schlafe nachts auf einer geringeren Höhe. Die meisten Routen entsprechen diesem Prinzip und zusätzliche Akklimatisierungswanderungen können in deinen Reiseplan integriert werden.
  • Iss genug und trink genug Wasser, während du wanderst. Es wird empfohlen, dass du vier bis fünf Liter Flüssigkeit pro Tag trinkst. Nimm in der Höhe außerdem eine kalorienreiche Ernährung zu dir, auch wenn du dich nicht hungrig fühlst.
  • Zur Vorbeugung von AMS kannst du Höhenmedikamente wie Diamox einnehmen.
  • Vermeide Tabak, Alkohol und andere depressive Medikamente wie Barbiturate, Beruhigungsmittel, Schlaftabletten und Opiate. Diese vermindern den Atemantrieb während des Schlafs und verschlimmern die Höhenkrankheit.
  • Wenn du leichte Symptome der Höhenkrankheit bemerkst, geh nicht höher, bis die Symptome nachlassen. Wenn die Symptome zunehmen, steige ab.

Tägliche Gesundheitschecks

Unsere Guides sind alle erfahren darin, die Höhenkrankheit zu erkennen und mit den Problemen umzugehen, die sie bei Bergsteigern verursacht. Unsere Guides sind zertifizierte Wilderness First Responder (WFR) und werden dein Wohlbefinden während des Aufstiegs ständig überwachen, indem sie dich beobachten und mit dir sprechen. Zweimal täglich, morgens und abends, werden unsere Guides Gesundheitschecks durchführen. Solltest du leichte Symptome von Höhenkrankheit oder Unwohlsein verspüren, zögere nicht, mit deinen Bergführern zu sprechen, um weitere Probleme zu vermeiden.

Sauerstoffmeßgerät
Ein Pulsoximeter misst die Sauerstoffsättigung – also den Sauerstoffgehalt in deinem Blut – und deine Pulsfrequenz. Das Oximeter wird an der Fingerspitze des Bergsteigers angebracht. Es nutzt zwei Lichtstrahlen, die in die kleinen Blutgefäße und Kapillaren in deinem Finger leuchten. Der Sensor spiegelt die Menge an Sauerstoff im Blut wider. Die Sauerstoffsättigung ist ein Maß dafür, wie viel Sauerstoff dein Blut als Prozentsatz des maximalen Sauerstoffgehalts enthält. Der normale Sauerstoffgehalt im Blut liegt auf Meereshöhe bei 95-100%.

Mit zunehmender Höhe nimmt die Sauerstoffsättigung ab. Durch eine gute Akklimatisierung steigt die Sauerstoffsättigung in der Regel an. Deshalb steigen diese Werte in der Regel an, wenn die Sauerstoffsättigung nach einer Ruhepause über Nacht getestet wird. Auf dem Kilimandscharo liegen die Sauerstoffsättigungswerte regelmäßig in den 80er Jahren. Es gibt keine definitiven Sättigungswerte, bei denen ein Kunde als absolut sicher oder gefährdet eingestuft werden kann. Wenn die Sauerstoffsättigung jedoch unter 80% fällt, überwachen wir den Bergsteiger sehr genau.

Blutdruck (bpm)
Die Kontrolle des Blutdrucks ist wichtig, denn je höher dein Blutdruck ist, desto mehr belastet er deine Arterien und dein Herz. Ein sehr hoher Blutdruck kann einen Schlaganfall oder Herzinfarkt verursachen. Ein normaler Blutdruck liegt zwischen 120 und 80 mm Hg. Bluthochdruck zwischen 140 und 80 mm Hg ist nur dann schädlich, wenn er über einen längeren Zeitraum und im Ruhezustand auftritt. Eine hypertensive Krise droht, wenn der Blutdruck über 180 und 120 mm Hg ansteigt und stellt ein sehr hohes Risiko dar. Unsere Guides werden immer deine Blutdruckwerte UND deinen Sauerstoffgehalt überprüfen.

Medikamente in der Höhe
Diamox (generischer Name Acetazolamid) ist ein von der F.D.A. zugelassenes Medikament zur Prävention von AMS. Das Medikament säuert das Blut an, was zu einer erhöhten Atmung führt und so die Akklimatisierung beschleunigt.

Diamox kaschiert nicht die Symptome der Höhenkrankheit, sondern kann sie bestenfalls verhindern. Studien haben gezeigt, dass Diamox in einer Dosis von 250 mg alle zwölf Stunden vor und während eines schnellen Aufstiegs in die Höhe zu weniger oder weniger schweren Symptomen der akuten Höhenkrankheit (AMS) führt.

Das Medikament sollte so lange eingenommen werden, bis du dich unterhalb der Höhe befindest, in der die Symptome lästig wurden. Zu den Nebenwirkungen von Acetazolamid gehören Kribbeln oder Taubheit in den Fingern, Zehen und im Gesicht, Geschmacksveränderungen, übermäßiges Wasserlassen und selten auch Sehstörungen. Diese verschwinden, wenn das Medikament abgesetzt wird. Es ist eine persönliche Entscheidung des Bergsteigers, ob er Diamox zur Vorbeugung von AMS einnehmen möchte oder nicht.

Bitte konsultiere deinen Arzt vor jeder Art von Medikamenten! Tanzania Horizon Safaris befürwortet die Einnahme von Diamox nicht. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er auf dieses Medikament zurückgreifen möchte.  Ibuprofen oder IbuTad können zur Linderung von höhenbedingten Kopfschmerzen verwendet werden.

Notfall-Sauerstoff & Bergrettung
In allen Camps gibt es Flaschensauerstoff für akute Notfälle. Bei Bedarf können wir als Vorsichtsmaßnahme und zusätzliche Sicherheitsmaßnahme auf allen unseren Touren Flaschensauerstoff mitführen. Die Sauerstoffflasche wird NICHT verwendet, um Kunden zu helfen, die sich nicht ausreichend akklimatisiert haben, um höher zu steigen. Die unmittelbarste Behandlung bei mittlerer und schwerer Höhenkrankheit ist ein schneller Abstieg. Auf den Kilimandscharo-Routen ist es immer möglich, schnell abzusteigen. Daher wird Sauerstoff nur im Notfall verwendet, um die Bergsteiger vor schweren gesundheitlichen Problemen zu bewahren. Bitte kontaktiere uns für weitere Informationen!

Kilimanjaro Helicopter Search and Rescue (SAR)
+++BITTE BEACHTE: SAR IST DERZEIT NICHT IN BETRIEB+++

Wir arbeiten mit Kilimanjaro Search and Rescue (SAR) zusammen, einer Hubschrauber-Rettungsorganisation, die moderne, effiziente Rettungsdienste am Kilimanjaro durchführt. Die Hubschrauber vom Typ Airbus AS 350 B3 stehen in der Nähe des Flughafens Moshi bereit. Sobald ein Notruf eingeht, werden die Rettungsmaßnahmen innerhalb von fünf Minuten eingeleitet. Fachkundige Piloten, gut ausgebildete Rettungsärzte und Notflugtechniker sind hervorragend qualifiziert und auf alle Notfälle am Berg vorbereitet.

Kilimanjaro SAR betreibt eine medizinische Klinik, die sich auf Höhenkrankheiten, Bergmedizin und Traumata konzentriert. Sie ist 24 Stunden am Tag mit Ärzten, Krankenschwestern und Assistenten besetzt und bietet die bestmögliche Behandlung.

+++BITTE BEACHTE: SAR IST DERZEIT NICHT IN BETRIEB+++

BITTE BEACHTET, dass dieser Service nur Kunden zur Verfügung steht, die über die erforderliche REISEVERSICHERUNG verfügen. Eine gültige Reiseversicherung ist ein Muss für die Teilnahme an unseren Reisen. Kunden müssen für Trekkingtouren in Höhen von bis zu 6.000 Metern versichert sein, um an der Kilimanjaro SAR Rescue teilnehmen zu können. Deine Reiseversicherung wird von unseren Mitarbeitern vor dem Trekking überprüft.

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